Die Fahrt nach Cornwall

14.09. Wir machen uns auf den Weg nach Hastings.

Dass die Kleinststraßen nur Zufahrt zu unserem Campingplatz sind, war ein Irrtum. Es wechseln sich diese kleinen Straßen mit größeren Straßen ab, die dann ständig durch Kreisverkehre unterbrochen werden. Die Engländer fahren, wenn sie nicht die erste Ausfahrt nehmen wollen im inneren des Kreisverkehrs um dann die Spur zu wechseln und den Kreisverkehr zu verlassen. Das verlangt höchste Konzentration. Und diese Kreisel gibt es dann teils im Abstand von 1 bis 2 Kilometern… bis es nervt und ich gerne wieder kleinste Straßen fahren möchte, die aber dann mit gerade mal 50 km/h – es könnte ja jemand entgegenkommen, dann muss eine Bucht zum ausweichen gefunden werden. Hinzu kommen die Berge und Täler. Auch das beim Fahren herausfordernd und gleichzeitig wunderschön! Die Abwechslung hilft. Immer wenn eine Straßenführung nervt, kommt die andere. Oder mal eine ‚Autobahn‘ – auf der die Engländer aber auch gerne plötzlich mal abbiegen… also nicht runterfahren, sondern rechts abbiegen. In Hastings angekommen suchen wir uns einen Parkplatz. Das ist gar nicht so einfach, denn die meisten Straßen haben (wie bei uns) Anwohnerparkplätze. Bei einem Supermarkt lassen wir das Auto stehen und laufen zum Hafen. Dort essen wir im ‚Blue Dolphin‘ Fish & Chips. Eine sehr einfache ‚Bude‘ und sehr nette Betreiber. Ich hatte schon Erfahrung mit Möwen in Deutschland, deshalb aßen wir in dieser Imbissbude.

Anschließend liefen wir durch die Straßen des alten Teils von Hastings, vorbei an dem ‚West Hill Lift‘ zurück zum Auto.

Kurz Milch und Brot kaufen und weiter zum Stellplatz auf einen Bauernhof. Auch hier sehr ein sehr netter Betreiber. Leider lässt das Wetter zu wünschen übrig und wir haben deshalb keine große Lust zu bleiben sondern fahren weiter nach Arundel. Wir wollen das Castle bzw. den Garten des Castels besichtigen. Das hat aber geschlossen, weshalb wir uns einen Platz  suchen um am nächsten Tag Arundel zu besichtigen. Wir landen auf einem Stellplatz, der gar nicht so weit vom Littlehampton Pier entfernt ist, dachte ich… der Spaziergang bei ziemlich viel Wind war dann doch etwas länger aber wir haben ja Zeit. 

Am nächsten Morgen also wieder nach Arundel und diesmal in den Garten. Oh wie hübsch das alles ist! Ich bin ganz entzückt und finde auch ein paar Samen – die werden die Reise schon überleben. Anschließend gehen wir noch in das kleine Örtchen und trinken einen Kaffee im Familiengeführten Bistro. Auf dem Weg zum Auto komme ich doch nicht an einer Bäckerei vorbei – ein Brownie und ein Scones mit Rosinen müssen mit.

Mal sehen wo wir die nächste Nacht verbringen. Eine Idee ist an einem Pub zu stehen. Dafür fahren wir ins ‚Nomansland‘. Ups… wir fahren über Gitter… und dann läuft neben uns ein Pferd und Kühe auf der Straße – auch ein paar Esel und Schafe treffen wir noch. An dem Pub möchte ich dann doch nicht übernachten, weil ich weder etwas essen noch trinken möchte. Und das ist oft üblich: wenn du hier stehen willst, kehrst du ein und zahlst oft noch etwas drauf. Also fahren wir weiter und landen bei einem Pub, der nicht geöffnet hat. Das gefällt mir schon besser. Am nächsten Tag geht es weiter nach Stonehenge.

Wir haben mittlerweile den 17.09. das Wetter ist immer noch nicht viel besser aber wir sehen etwas und lassen uns beim Spaziergang um die Steinformation über den Audio-Guide etwas erzählen. Bei viel Wind und etwas Regen gehen wir den Weg zu Fuß zu den Steinen, lassen uns dann aber mit dem Bus zum Besucherzentrum zurückfahren.

Anschließend gibt es einen Café und eine Stärkung in Form von Haferkeksen – Dankeschön!

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