Cornwall II

Auf der Karte haben wir einen Stellplatz des National Trust gefunden – dort wollen wir in Lizard, dem südlichsten Punkt Englands, am Leuchtturm die Nacht verbringen. Der Weg dorthin ist wieder eine Herausforderung. Nicht nur, dass die Schafe ihre Weide verlassen haben und nicht genau wissen wie sie zurück kommen, die Straße ist wieder so eng, dass ich befürchte uns könnte ein Auto entgegenkommen. Eine Ausweichbucht habe ich nicht entdecken können weil es bereits ziemlich dunkel war.

Aufwachen am Leuchtturm – die Sonne geht gerade auf und endlich blauer Himmel!

Nach einem Café an diesem wunderbaren Ort führt uns unsere Reiseroute nun nach
St. Ives Porthleven!!! Mist, wir schreiben nicht zeitnah – das sollten wir ändern.

Also Porthleven. Auch so ein Ort der in den Reiseführern erwähnt wird. Wir schauen uns also den Hafen an und ja, das sieht nett aus. Ein paar Buden mit Getränken und netter Musik säumen den Hafenbereich direkt am Wasser und es sieht aus als wäre hier manchmal richtig was los. Heute ist es aber eher ruhig und wir sehen nicht sehr viele Touristen. Vor allem das sehr klare Wasser im Hafenbecken fällt uns auf. Dort schwimmen zwei Frauen – mutig! Das wäre mir zu kalt! Besonders lustig wird es, als eine Gruppe mit SUP ins Hafenbecken gehen. Sie haben anscheinend noch keine großartigen Erfahrungen und dann kommen leichte Wellen und der Wind – das bringt die Gruppe ganz schön ins ‚Strudeln‘. Aber was für ein Spaß sie dabei haben. Das Gelächter hören wir noch als wir den Hafen wieder verlassen und in den kleinen Lädchen stöbern.

Wir verabschieden uns von diesem Ort und sehen auf dem Weg ein Schild – eine Schokoladenfabrik? Da müssen wir hin und nachsehen! Ein interessanter kleiner Ort erwartet uns, an dem nicht nur Schokolade produziert und verkauft, sondern auch andere Kunstwerke und Nippes verkauft wird. Außerdem ein Café – und das alles mit gesalzenen Preisen.

Auf der Rückseite entdecken wir noch einen ‚Public Footpath‘ und wollen auch hier sehen, wo der hinführt. Ein kleines Stück den Weg entlang folgt eine Tür mit ‚Kindersicherung‘. Dahinter eine Wiese für Hunde. Hier darf gespielt werden… man möchte meinen, dass die Engländer ihre Hunde den Kindern bevorzugen (naja das ist nicht nur in England so), denn es gibt überall Orte an denen Hunde frei laufen dürfen. Sogar eine Karte von Cornwall gibt es auf der eingezeichnet ist, an welchen Stränden Hunde ganzjährig, saisonal oder gar nicht frei laufen dürfen. Und die meisten Strände sind ‚grün‘ für Hunde. Wir haben aber auch noch keinen Auseinandersetzungen von Hunden erlebt – die sind sehr gut sozialisiert….

Dann ein paar Schritte Weiter diese netten Lamas. Ach da ist nur eins zu sehen – es waren vier auf der Wiesen Ein schöner, kleiner Spaziergang!
Wir fahren weiter…

Am nächsten Tag geht es dann doch nach St. Ives – ja, da bin ich sicher 🙂
Erstmal suchen wir uns einen Platz für die Nacht. Das gestaltet sich mal wieder etwas schwierig, denn der ‚ausgesuchte‘ Platz ist voll aber der nette Betreiber ruft sogleich einen Bekannten an und fragt ob der noch Platz und vor allem geöffnet hat. Denn inzwischen sind viele Plätze bereits ‚winterfest‘ gemacht.
Bei Garry‘s Farm finden wir einen Platz auf der Wiese und ich befürchte etwas, dass wir Probleme beim Wegfahren bekommen könnten. Deshalb stellen wir uns an den Hang, die Auffahrkeile unter die Vorderräder und können so sicher sein, dass wir mit dem Schwung vom Hang nicht stecken bleiben.

St. Ives steht, glaube ich, in jedem Reiseführer als ‚ein Juwel‘, das es zu besichtigen gilt. Es steht allerdings oft auch dabei, dass der Ort überlaufen sei. Und das bestätigt sich sofort.
An den anderen Orten haben wir teils sehr wenig Touristen gesehen. Hier ist es wirklich voll und man hat Mühe sich einen Weg durch die engen Gassen der Fußgängerzone zu bahnen.

Auf dem Weg zum Meer kommen wir an einer Bäckerei vorbei, die so klein ist, dass man auf der einen Seite herein geht, etwas kauft und auf der anderen Seite wieder hinaus geht. Wir kaufen uns einen ‚Gruffin’ – was soll das sein? Es ist ein Blätterteig-Teil und es scheint Marmelade darin zu sein… und Pudding … das müssen wir probieren. Und einer reicht vollkommen für uns beide. Wir essen uns durch Blätterteig, Marmelade und Pudding ‚in Schichten’ und sind vollkommen satt!

Am Meer angekommen dünnt es sich dann am Strand stark aus. Die Touristen laufen lieber auf den Straßen, gehen in die Cafés oder Pubs. Weil gerade Ebbe ist, können wir ziemlich weit ins Meer laufen und genießen die Athmosphäre.

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