Heute ist der 18.12.25 und so langsam plane ich die letzten Tage in Portugal – aber was ist seit meinem Geburtstag passiert?

Am 02.12. habe ich den Sonnenaufgang, den ich am 01.12. nicht fotografiert hatte ‚eingefangen‘ und dann waren wir in Setúbal, denn die Markthalle hatten wir hier noch nicht gesehen.
Die ist allerdings nicht sooo besonders aber Dirk hat ein paar Skulpturen ‚gefunden‘.




Dieser Tag ist ein guter Tag um Fisch zu essen. Der gegrillte Fisch war wirklich sehr lecker, genauso wie die Süßkartoffeln die dazu serviert wurden und da Dirk die Vorsuppe nicht essen mochte, wird sie uns eingepackt. Auf dem Weg entdecken wir noch dieses kleine Boot.

Als wir auf unseren Platz zurückkehren sehen wir einen wundervollen Regenbogen!

Am Abend stecke ich mein 12v Netzteil in die 12v-Steckdose und auf einmal sehe ich Rauchschwaden. Sofort ziehe ich das Netzteil aus der Dose aber es stinkt schon wie sau… sorry aber so war es. Was war passiert?
Aus nicht zu klärenden Gründen war in die 12v Steckdose eine kleine Eisentülle eines anderen Netzteils gefallen und das hat zusammen mit meinem Netzteil so viel Hitze entwickelt, dass die Kunststoffummantellung eines dahinter liegendes Kabels komplett abgeschmort ist. Was für ein Gestank. Bis wir ins Bett gingen, hatten wir damit zu tun diesen Gestank zu entfernen. Zum Glück hatte ich ‚Atme wohl‘ dabei und da das Zirbenkiefer enthält, vermutete ich (richtig) dass es bei der Geruchsminimierung helfen könnte. Ich habe damit gleich den ganzen VAN eingenebelt. Weiterer Schaden konnte in der Nacht nicht entstehen – es lag kein Strom mehr an und so konnten wir ganz gut schlafen – um den Schaden kümmertenn wir uns am nächsten Tag.
Also müssen wir mal wieder etwas basteln, denn der Schaden war größer als zunächst angenommen: Das Radio funktionierte nicht mehr – und damit war auch die Rückfahrkamera außer Betrieb; die 2 Handy Ladehalterung funktionierten auch nicht mehr; die Sitze waren ebenfalls ohne Funktion und die 12v Steckdose war ja eh durch. Dabei verbaute Dirk nun auch Kabel mit angemessenem Querschnitt und die Kabel wurden alle mit Sicherungen einzeln abgesichert. Das hat uns einen Tag und reichlich Nerven gekostet – klar dass das erstmal ‚verdaut‘ werden muss…
Am nächsten Tag wollen wir weiterfahren und beginnen diesen Tag mit einem Besuch der Burg von Sebútal. In den ‚Gebetsraum‘ kann ich nur durch eine Scheibe fotografieren – betreten können wir den nicht. Eindrucksvolle Gemäuer sind das und die Aussicht hier ist wirklich sehr, sehr schön!




Wir wollen noch einmal nach Porto. Dieser Laden mit dem Automaten, aus dem ich Ohrstecker gezogen hatte, ließ mich in meinem Gedanken nicht los. Und das Wetter war beim letzten Besuch ja auch mittelmäßig. Jetzt hoffen wir auf einen schönen Aufenthalt obwohl es im Dezember nicht wirklich warm ist in Porto und regnen soll es auch. Auf dem Weg machen wir einen Zwischenstopp auf einem Orbitur-Campingplatz, der nicht wirklich schön ist aber wir wollen duschen und Duschen gibt es hier. Das Trocknen der Handtücher ist bei nassem Wetter auch eine Herausforderung – wir kriegen das aber ganz gut hin. Dann halten wir noch bei einem Autozubehörladen, denn wir wollen unseren Vorrat an Sicherungen auffüllen – kann man ja anscheinend nicht genug von haben!
In Porto haben wir einen Platz gefunden, der hinter einem Laden für Campingbedarf sein soll. ‚Nuno‘ sollen wir eine Whats-App Nachricht schreiben und das mache ich. Die Antwort ist erstmal etwas nüchtern: „Was für ein Auto fahrt ihr“… hm .. na gut, wenn er es wissen möchte, schreibe ich es ihm. Die nächsten Nachrichten sind dann sehr einladend mit sehr vielen Informationen, so dass wir gut dort ankommen und den Platz finden. Den Laden für Campingbedarf gibt es allerdings nur online. Hier ist Nuno‘s Werkstatt aber dahinter stehen wir sehr gut und haben einen schönen Blick ins Grüne.

Leider ist das Wetter wirklich wieder sehr bescheiden – aber wir fahren trotzdem nach Porto rein bzw. lassen uns vom Taxi zum Markt Bolhão fahren. Von diesem Markt hatte ich schon mal berichtet – es ist m.E. nicht der schönste Markt. Wir gehen in das gegenüberliegende Café und genießen Pastel de Nata. Dann finden wir den Laden mit dem ‚Schmuck-Automaten‘ und ich fröne meiner kindlichen Lust und ziehe viele Kugeln mit Ansteckern, Ohrringen und einem Magneten. Hach ist das schön…
Dabei fällt mir ein, dass es in Bremen einen Schüler gibt, der einen alten Kaugummi-Automaten umgebaut hat – dort kann man Samenbomben ziehen. Auch so ein sinnvoller Automateninhalt.
Wir schlendern noch etwas über einen kleinen Weihnachtsmarkt und sehen eine interessante Skulptur. Und dann finden wir den Eisladen, in dem wir schon vor einigen Jahren Eis gegessen hatten und wiederholen das obwohl das Wetter es eigentlich nicht hergibt.


Ich finde noch eine Bäckerei und möchte unbedingt wissen was es mit diesem Bolo Rei auf sich hat. ist das so etwas wie Stollen? Also muss ein solches Teil gekauft werden. Später stellt sich heraus, es ist ein Hefekranz, der unterschiedliche Zutaten hat. Unserer hatte Mandeln und Walnüsse aber keine Rosinen und kein Zitronat oder Orangeat. Inzwischen ist es schon wieder dunkel und wir lassen uns von einem Taxi zu unserem Platz fahren. Am nächsten Tag sieht das Wetter nicht viel besser aus. Aber etwas muss ich Nuno noch fragen: Dürfen wir uns vom Mandarinenbaum auf diesem Platz ein paar Früchte ernten? Sehr gerne schreibt Nuno, er hätte am Tag zuvor eigentlich mit einem Beutel vorbeikommen wollen aber es hatte ja so geschüttet. Also ernten wir uns ein Kilo Mandarinen – was für ein Glück!

Nun geht es also nach Espinho, denn dort wartet der nächste Markt auf uns. Hier haben wir schon einmal am Meer übernachtet und an diesen Ort fahren wir wieder. Erstmal kochen wir uns einen Café und genießen das Meer. Das ist heute allerdings echt aufgewühlt und produziert ziemliche Wellen, die gegen die Steinmauern klatschen.
Diesmal finden wir einen Platz an der Promenade, denn wir wollen am nächsten Morgen von hier aus zum Markt laufen. Am Abend erkunden wir den Ort noch, denn bisher haben wir in jedem Ort einen, wenn auch kleinen, Weihnachtsmarkt gesehen. Und den finden wir auch hier. Für den Rückweg holen wir uns eine Portion Churros und dann geht es auch schon ins Bett.


Am nächsten Morgen geht es also auf den Markt – und den kennen wir schon. Wir wissen, dass der 3 km lang ist und alles hergibt, was das Herz begehrt. Wir kaufen ein paar Tamarillos, kleine eiförmige Früchte, die sehr gut riechen. Allerdings werden wir etwas ‚eingeschüchtert’, denn eine Portugiesin beißt in eine Frucht und spuckt es direkt wieder aus – ihrer Meinung nach sind sie viel zu sauer. Die Tamarillos können sehr gut schmecken, müssen dafür aber sehr rot, also sehr reif sein. Egal… ich will die Frucht kennenlernen, wir kaufen deshalb aber nur eine kleine Menge. Als wir alles gesehen und auch etwas eingekauft haben, merke ich meine Füße und bin froh als wir wieder am Auto ankommen.
Wir wollen weiter nach Obidos. Abgesehen davon, dass dieser mittelalterliche Ort für sich schon sehenswert ist, wird hier Die Burg zum ‚Vila de Natal‘ – zum Weihnachtsdorf. Ich hatte überlegt, dass wir den Ort auf diese Weise im Dunkeln gut erkunden könnten. Was ich nicht wusste: Ohne Eintritt zu zahlen, kann man ‚nur die halbe Burg‘ sehen und die Burg besteht aus sehr vielen kleinen Geschäften. Das Ganze ist also ein Weihnachtsgeschäft. Trotzdem wunderschön anzusehen und anscheinend besucht ganz Portugal dieses Ereignis gerne. Auf dem großen Parkplatz wird es um 22:00 Uhr sehr still und so bleiben wir für die Nacht an diesem Ort.
Dann geht es weiter gen Süden – bei einer Pause finde ich diese wunderschönen Blätter und denke dabei an Anton.

Schließlich landen wir am 10. Dezember in Lagos, wo am Nachmittag ein Biomarkt stattfinden soll – außerdem hat Anton Geburtstag! Das Wetter ist besser als erwartet und so schlendern wir durch die Altstadt und am Hafen entlang. Dann ist es endlich 13:45 Uhr. Anton müsste jetzt zu Hause sein, also starten wir ein Video-Call um zu gratulieren! Nach dem Geburtstagsständchen und dem Bericht zu seinen Geschenken, erwähne ich, dass es jetzt bestimmt Mittagessen gibt. Nee haben die schon längst… und da fällt es mir auf, wieder hab’ ich mich in der Zeit vertan und ich bin eine Stunde ‚hinterher‘. In Verden ist es schon fast 15:00 Uhr.
Wir kehren zum Mittag ein und erleben mal eine ‚Tourismus-Falle‘. Die anscheinend angemessenen Preise, das Fischgericht kostet 18,50 Euro, schließen nichts weiteres ein – wirklich nichts! Das Fischgericht besteht aus einem (ziemlich großen) Stück Fisch! Am Ende ein recht teures Vergnügen aber wir gönnen uns das nicht so oft, also alles in Butter – der Fisch in Olivenöl und mit viel Knoblauch war hervorragend.
Dann geht es zum Nachmittagsmarkt in die Markthalle und vorher noch nebenan zum Bioladen, der auch Café und Kleinigkeiten zum Essen anbietet.
Auf dem Markt kaufen wir Feigenmarmelade, von einer Deutschen, die hier bereits 20 Jahre lebt. Anschließend fahren wir auf den uns bereits bekannten CampingCar Figueira. Es ist schon dunkel und nach 18:00 Uhr, das Tor zum Platz also geschlossen aber wir kennen den Code und suchen uns einen Platz. Dirk schreibt noch eine Mail an den Betreiber, mit der Info auf welchem Platz wir stehen.
Morgens wachen wir bei Sonnenschein auf und wechseln den Platz noch einmal um so viel Sonne wie möglich abzubekommen, etwas abseits zu stehen und auch ein wenig mehr Platz für uns zu haben. In den folgenden Tagen besuchen wir von hier aus Märkte und Flohmärkte, packen ein Weihnachtspäckchen für die Enkel, versenden Karten und kochen endlich die Tamarillos zu Marmelade. Und die schmeckt so richtig super!


Unsere Tage in Portugal neigen sich dem Ende. Wir versuchen das Beste aus dem Wetter herauszuholen. Und meine Gedanken gehen manchmal nach Marokko, manchmal bleiben sie aber auch an dieser Gegend hängen. Hier haben wir zwei Stunden mehr Helligkeit als in D und es wäre zu schön, wenn ich hier bleiben oder wieder hierher kommen könnte.
Es schleicht sich also etwas Wehmut in die Gedanken ein und gleichzeitig freue ich mich schon auf D und auf meine liebsten Freund:Innen, Kinder, Enkel und nicht zuletzt auch auf die Kolleg:innen.
Marokko hat natürlich seinen Reiz und auch dort werden wir tolle Erlebnisse haben.
Jetzt aber erstmal die letzten Tage in Portugal genießen: Am Mittwoch waren wir in Sagres. Dort waren wir auf unserer letzten Portugalreise auch. Die Sonne schien und die 18°C fühlten sich an wie 16°C. Aber das war immer noch sehr angenehm. Auf dem Weg besuchen wir eine Töpferei. Diese bunte Vielfalt ist überwältigend! Leider ist das alles sehr zerbrechlich und nicht dafür geeignet zwei Monate im Van durch die Gegend gefahren zu werden. Ich befürchte es könnte zu viel zerbrechen. Also müssen die Fotos als Erinnerung genügen.


Eine Fischauktion erlebten wir diesmal nicht, auch hatte das Restaurant geschlossen, in dem ich beim letzten Mal einen fangfrischen Fisch gegessen hatte. Im Hafen fanden wir eine Jacht, der der letzte Sturm anscheinend heftig zugesetzt hatte. Wieso das Boot aber so im Wasser liegt und nicht geborgen wird, ist mir immer noch ein Rätsel. Mit Blick auf das Meer haben wir dort eine Kaffeepause eingelegt. Sagres lebt vom Tourismus und so verabschiedeten wir uns bald wieder von diesem Ort um nach Lagos zu fahren.


Wie letzten Mittwoch, wollten wir zum Biomarkt und in den Bioladen. Mit gut gefüllten Einkaufstaschen und einem ‚Sumo do Dia’ fuhren wir wieder auf unseren CampingCar Figueira. Diesmal allerdings mit Hindernis, denn die Straße wurde ausgebessert und wir standen im Stau. Mit einem kleinen Umweg ging es für uns dann aber doch noch recht zügig ‚nach Hause‘.
Heute haben wir das gute Wetter genutzt und sind nach ‚Alte‘ gefahren. Ein kleines Dorf in höheren Lagen, in dem heute eigentlich ein Zigeunermarkt abgehalten werden sollte. Auch wenn ich nicht verstehe, wieso diese Märkte nach wie vor Zigeunermarkt heißen. Sie könnten auch Haushaltsmarkt oder ähnlich heißen. Wie auch immer, der Markt fand nicht statt. Wir haben uns den Ort, einen kleinen Wasserfall und die Quelle angesehen. Auf dem Rückweg gab es dann eine ‚Pingado-Pause‘ mit Pastel de Nata – das war wirklich sehr lecker!




Nach einer Dusche auf unserem Platz haben wir die vergangenen Tage bezahlt, denn morgen geht es weiter – nach Olhão.

