Frankreich IV

Am 16.10. erreichen wir Niort und was will ich sehen? den Markt natürlich! Da es morgens ziemlich kühl ist (so etwa 14-16 Grad) und es nachmittags erst warm wird, schauen wir nach dem Marktbesuch nach einem Café und schlendern anschließend durch die Straßen. Die kleinen Gassen sind immer wieder entzückend und die herbstlich-bunte Belaubung der Bäume machen eine schöne Atmosphäre. 

Den Platz für die Nacht finden wir in Brântome an der ‚Dronne’.  Wir wollen (natürlich) auf den Markt und den Ort besichtigen. Am 17.10. nehmen wir erstmal ein Geburtstagsständchen auf und versenden es.

Ob die gesendeten Päckchen wohl angekommen sind? Auch bei einem Video-Call verraten wir nichts – es soll ja eine Überraschung sein.

Aber jetzt in den Ort und zum Markt! Von unserem Übernachtungsplatz geht es an der Dronne in den Ortskern. Und was für ein schöner, kleiner Ort das ist… wir werden von den Klängen einer Drehorgel empfangen. Der Markt erstreckt sich über den gesamten Dorfkern, über die Brücke der Dronne, es ist wirklich wunderschön! Dann hören wir ein Akkordeon und als wir weitergehen auch noch eine Flöte. Nichts ist aufdringlich, alles sehr dezent. Wir laufen am Fluß entlang und durch die Gassen und entdecken ein (privates) Schloß, das zwar Besichtigungen anbietet, zur Zeit aber verschlossen ist. Wir bleiben auf dem Platz noch eine Nacht, weil es manchmal gut tut eine Pause zu haben. Die Temperaturen sind zwar tagsüber recht angenehm aber nachts haben wir teilweise nur 5 Grad. Und das ist doch ziemlich kühl, wenn man dann aufstehen will… uns treibt es deswegen weiter in den Süden auch wenn wir am Tag nicht sehr weit kommen…. es ‚kleckert sich‘….

Am nächsten Tag besuchen wir den Markt in Perigeux – die Stadt ist nun wieder etwas größer aber es soll einer der schönsten Märkte in Frankreich sein – also los!
Ich hatte zwar gelesen, dass man den Markt am besten früh morgens besuchen sollte aber ich dachte, die Hauptsaison ist ja vorbei – das haben wir oft an geschlossenen Campingplätzen festmachen können. Der Markt in Perigeux war sehr, sehr voll. So voll, dass wir keinen Platz für einen Café fanden. Ja gut, Plätze gab es – aber nur im Schatten und dafür war es zu kalt. Als wir endlich einen Platz in der Sonne ergattert hatten, dauerte es uns dann doch zu lange, denn eine Bedienung war nicht in Sicht und der Versuch drinnen zu bestellen wurde freundlich abgelehnt mit dem Hinweis‚ ‚ich bediene Sie gleich am Tisch‘. Pustekuchen… wir hatten aber einen mobilen Barista gesehen und holten uns dort einen Café.

Auf dem letzten Bild ist gut zu erkennen, dass es nicht nur diese schönen, restaurierten und gepflegten Häuser gibt, sondern auch diese, die leider anscheinend langsam verfallen. Es ist gleichzeitig immer wieder zu sehen wie alter Baubestand wiederhergestellt wird. Es war ein schöner Ausflug auf diesen Markt und Perigeux hat uns gut gefallen, denn der Markt zog sich durch viele Gassen und es dauerte eine ganze Weile bis wir den Eindruck hatten auch alles gesehen zu haben.

Weiter geht unsere Reise nach Bergerac. Wir wollen den Ort erlaufen, es liegt auf unserem Weg. Und dann erinnert sich Dirk… hier waren wir schon mal! Und richtig, 2022 waren wir bereits dort und haben einen Abklopfer für unsere Kaffee-Ecke gekauft. Das ist doch eine tolle Gelegenheit diesen Laden wieder aufzusuchen und richtig guten Kaffee zu kaufen! Das machen wir auch und laufen weiter durch die Straßen. Die Menschen sitzen draußen und wir genießen die Stimmung. Am Kirchtum fällt uns dieser merkwürdige ‚Anbau‘ auf – so etwas sieht man ja nicht so oft. Was die damit wohl vorhatten?

Als Nina anruft erfahre ich auch, dass das Päckchen (sogar pünktlich) angekommen und die Überraschung gelungen ist! Bigi hatte schon eine Message gesendet, dass auch ihr Päckchen angekommen war und für eine Überraschung gesorgt hatte – was für eine Freude, Freude zu bereiten!
Wir wollen für die Nacht in der Nähe einen Mikro-Campingplatz aufsuchen und fahren dafür durch die Weinberge. Schließlich kommen wir in ein Dorf (Montbazillac), dass ziemlich geschmückt ist und ‚ordentlich‘ aussieht und ich denke schon ‚hoffentlich ist das nicht so touristisch wo wir hinfahren‘. Und dann geht es wieder in Weinberge, die Straße  wird schmaler und ich kann nicht glauben, dass der Platz ‚da vorne links‘ sein soll – hier ist doch gar nichts! Aber doch, da ist eine Winzerin und die bietet 10 Plätze auf ihrem Hof an und hat sogar eine Toilette und eine Dusche! WOW – ich bin begeistert! So ein schöner Platz! Die Winzerin hat irgendeinen Stress mit ihrer Weinpresse  aber um 18:30 Uhr lässt sie uns noch eben in ihre Scheune und wir probieren den Rosé. Eigentlich …. aber egal zwei Flaschen passen in unser Gepäck. Ich möchte nach Marokko keinen Alkohol mitnehmen – er würde uns vermutlich sowieso abgenommen. Also nicht zu viel ‚bunkern‘! 

Heute ist der 19.10. und nach Issigeac ist es nicht weit… wenn wir nur früher aus dem Bett und ‚in die Puschen‘ kämen! Heute ist nämlich Markt in Issigeac und es ist ebenfalls ein Petite Cité de Caractère. Als wir uns dem Ort nähern, zeigt das Navi ‚Stau‘ an. Was soll sich denn hier stauen? Es sind die Autos, die zum Markt fahren und schon vor dem Ort am Straßenrand geparkt werden, denn ausgerechnet heute wird hier ein besonderer Markt abgehalten, der sich nicht nur durch das ganze Dorf zieht sondern darüber hinaus auf einer angrenzenden Weide. Kürbisse über Kürbisse und viele Produkte die daraus entstehen. Außerdem Maronen – und Produkte daraus. Maronencreme muss und darf ich probieren. Ja, ganz lecker – nehmen wir was von mit. Es sind viele private Anbieter, die ihre Produkte anbieten. Überall wird gebrutzelt, gebacken und verschiedenste Köstlichkeiten werden verkauft. Außerdem entdecken wir ein Miniatur-Sägewerk, das mit einer Dampfmaschine angetrieben wird. WOW – das ist wirklich erstaunlich! Ein toller Tag mit Überraschung – diesmal für uns.

Das Wetter soll in den nächsten Tagen schlechter werden. Wir fahren deswegen zu einem Campingplatz (diesmal über 100 km weiter Richtung Süden um ausgiebig zu duschen und unsere Wäsche zu waschen und zu trocknen. Drei Orte habe ich in Frankreich noch ‚auf dem Zettel‘ mal sehen ob wir das schaffen, denn bei Regen machen die Besuche der Orte weit weniger Spaß.
Bereits am Nachmittag fängt es an zu tröpfeln und während die Wäsche ihre ‚Runden dreht‘, versuche ich mit Dirk die letzten Tage revue passieren zu lassen. Vermutlich erleben wir eigentlich zu viel, so dass die Erinnerung schon etwas schwer fällt. 

21.10. Frisch geduscht und saubere Wäsche im Gepäck, entschließen wir uns Labastide-d‘Armanac (680 Einwohner) und Lupiac (310 Einwohner und Geburtsort vom Musketier „Comte d’Artagnan“ – Charles de Batz de Castelmore) zu besuchen. Den Campingplatz hatte ich so gewählt, dass die beiden Dörfer nicht weit entfernt sind.
Labastide-d‘Armanac ist wirklich sehr klein aber auch so schön! Die Arkaden gefallen uns besonders und dort trinken wir auch einen Café. Wir schauen uns die kleinen Gassen neben dem Hauptplatz auch an und ich bewundere das Zusammenspiel von alter Bausubstanz mit modernen Elementen. Und dann auch wieder einsturzgefährdete Elemente wie dieser Balkon. Hier haben sich viele Künstler angesiedelt und danach sieht es auch aus – mit viel Kreativität und Liebe zum Detail gestaltete Häuser.

Lupiac hat ja noch weniger Einwohner. Trotzdem und obwohl am Montag generell nicht viele Geschäfte geöffnet haben, lädt hier ein Café zur Pause ein aber nicht für uns. Die Kathedrale hält diesmal eine Überraschung bereit – eigentlich schaue ich mir Kathedralen nicht (mehr) gerne an. Aber hier zieht es mich hinein und wir finden die Geschichte des Dorfes in Bildern. Zur EXPO 2000 wurden diese Daten gesammelt. Fotos von Hochzeiten und Klassenfotos bis in die 20ger Jahre. Auch von einem Cousin d’Artagnan‘s ist ein Foto zu sehen.

Das Wetter hat sich noch ganz gut gehalten, ich habe aber im Hinterkopf, dass es sehr stürmisch werden soll. Deswegen studiere ich die Wettervorhersage und schaue genau nach wo wir am besten ‚aufgehoben‘ sein könnten wenn es stürmt. Es scheint fast so als müssten wir nach Spanien – San Vincente de la Barquera. Das wäre aber ein ganz schönes Stück – und ein Ort stand ja noch auf der Liste. Also entscheiden wir uns nach Sauveterre de Béarn zu fahren und ich finde einen Campingplatz am Fluß. 
Der Weg dorthin ist teilweise wie eine Achterbahfahrt. Huckelige Straßen, starke Ansteigungen, dann wieder steil bergab und wieder rauf teilweise so, daß man nicht sieht ob die Straße danach weitergeht oder wie sie verläuft. 
Als wir den Campingplatz um 18:00 Uhr erreichen und einen Platz für uns gefunden haben, studiere ich nochmal das Wetter. Dieser Ort könnte gut geeignet sein für den kommenden Sturm. Deshalb entscheiden wir, hier 4 Nächte zu bleiben. WOW das ist das erste Mal, dass wir so lange an einem Ort bleiben. Also erstmal was kochen und den Abend ‚einläuten‘ und dann ins Bett.

Der Tag gestern war anscheinend etwas anstrengend. In der Nacht regnet es und wir wachen erst gegen 10:00 Uhr auf… 
Nach einem ausgiebigen Frühstück mit französischer Wurst, in Asche gerolltem Ziegenkäse, englischer Orangenmarmelade, einem gekochten Ei, einem wunderbaren Café, Saft und Joghurt, wechseln wir nochmal den Platz. Jetzt haben wir den schönen Blick auf eine grüne Insel, Sonne bis zum Abend (wenn sie scheint) und wir fühlen uns weniger beobachtet. So können wir die nächsten Tage gut aushalten. Richtig gut, dass der Campingplatz so geschützt im Tal liegt. Der rote Kreis markiert unseren Stellplatz 🙂

Mit dem Reisebericht bin ich diesmal auch ‚up-to-date‘. Am Nachmittag gehen wir in den Ort Sauveterre-de-Béarn und freuen uns am Blick auf die Pyrenäen und an den historischen Gebäuden. Ein Foto kann die Stimmung, das Licht und die Temperatur nicht einfangen. In der Ferne sehen wir die Pyrenäen – auf den Bildern sind sie kaum zu erkennen. Im Dorf wird ein Gebäude auf historische Weise wieder aufgebaut. Das ist wirklich erstaunlich.. in 8m Höhe wird Naturstein auf Naturstein gesetzt. Dass sie dafür ‚moderne‘ Hebebühnen benutzen – geschenkt.

Die Kathedrale wird diesmal nur von außen besichtigt aber die Tafeln die auch hier die Geschichte des Dorfes erzählen, die schauen wir uns gerne an. Auf unserem Weg durchs Dorf gehen wir an einer Patisserie vorbei, die den typischen, baskischen Kuchen verkauft. Den wollen wir probieren und lassen ihn uns anschließend bei einem Café schmecken. 

Am nächsten Tag laufen wir über die Insel, die direkt vor dem Campingplatz liegt und mit einer Brücke zu erreichen ist. Diese Insel wird anscheinend liebevoll gepflegt in ihrer Wildheit. Hier sind überall Tafeln mit kleinen Gedichten angehängt. Es wird auf die Flora und Fauna hingewiesen und eine Tafel erklärt welche Steine hier zu finden sind. Die Insel ist sehr klein und in ein, zwei Stunden zu erkunden – das kommt uns ganz gelegen, denn es ist erstaunlich warm und etwas schwül. Da wir am Vormittag auch schon unterwegs waren, reicht uns dieser Rundgang.
Auf dem Campingplatz finde ich neben den bekannten Walnüssen auch noch noch andere Nüsse von denen ich einige einpacke … später will ich danach recherchieren und finde heraus, es sind Schwarznüsse, die könnten auf jeden Fall für kreative Zwecke eingesetzt werden.
Als wir anschließend ins Dorf gehen, weil wir mal in einem Restaurant essen wollen, müssen wir feststellen, dass unsere Uhren irgendwie anders ticken – jedenfalls gibt es kein offenes Restaurant und wir beschließen die Sache wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Der Sturm war wirklich gut zu ertragen auf diesem Campingplatz. Heute hat es viel geregnet und von den angenehmen Temperaturen ist nicht viel übrig. Wir werden morgen weiterfahren – mal sehen wohin uns die Reise führt… einen genauen Plan haben wir nämlich nicht. Nur warm soll es bitte sein.

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Frankreich III

Chalonnes-sur-Loire bietet nicht ‚nur‘ einen Markt, es ist ein „Petite cité de caractère“. Nachdem wir Tróo besucht und einen Eindruck davon erhalten hatten, was einen solchen Ort ausmacht, suchte ich gezielt nach diesen Orten, die alle auf der Internetseite zu finden sind. Natürlich können wir nicht alle Orte besuchen aber es sind immer interessante Ziele. Einige davon sind so klein wie Tróo und wenig touristisch, andere sind ziemlich touristisch – und doch haben sie alle das gewisse ‚etwas‘. Das Siegel erhält ein Ort, wenn die Verwaltung ein besonderes Augenmerk auf die Erhaltung alter Ortskerne und historischer Bauwerke legt.
Chalonne-sur-Loire bietet all das: Einen schönen Markt (mit Markthalle), historische Gebäude, eine angenehme Atmosphäre und auch einige Touristen.

Ich möchte gerne zwei Päckchen versenden, denn Bigi hatte und Nina hat bald Geburtstag.
Na das ist ein Abenteuer! Nachdem wir die Post gefunden hatten und wir erklären konnten, dass wir Päckchen nach Allemagne senden wollen, wird uns erklärt, dass wir eine Absender-Adresse in Frankreich bräuchten. Hm… haben wir aber nicht – das muss doch anders gehen! Nein, leider … es tut ihr auch leid aber die Adresse wird benötigt. Können wir vielleicht die Adresse des Postamts .. ?!? Hm …
Ich will gar nicht mehr verstehen was sie sagt, schließlich will ich die Päckchen versenden – und zwar jetzt! Sie hat auch andere Kunden die sie bedient und Dirk und ich ‚kämpfen‘ uns durch den Automaten (eigentlich ein toller Service), geben die Adressen ein und als Absender-Adresse das Postamt. Fertig! Mein lieber Scholly – was für ein Abenteuer.
Wir fahren weiter und übernachten kostenlos auf einem Stellplatz um am nächsten Tag in den nächsten ‚Petite Cité de caractere‘ zu gelangen.
Unser Ziel ist Coulons. Hier erwarten uns wenige Touristen. Die Attraktion des Ortes sind die vielen Wasserwege in der Nähe, für die es einige Ticketstände gibt, die allerdings fast alle geschlossen sind. Die Hauptsaison ist vorüber. Wir schlendern am Wasser entlang in den Ortskern. Die Boulangerie ist auch geschlossen aber es gibt eine Crêperie und dort lassen wir uns nieder und bestellen zwei Café und zwei Crêpes einen mit Salz-Karamell und einen mit Schoko-Banane. Hmmmm… lecker!

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Frankreich II

06.10. Am Montag wollen wir noch zu einem Campingausrüster, immer auf der Suche nach ‚Ersatzhaken‘ für die Gardinen. Aber das ist diesmal ein Reinfall, also weiter zu ‚Bip&Go‘. Insgesamt eine ziemliche ‚Gurkerei‘ aber hier erhalten wir den Ersatz-Badge. Im Moment wollen wir den nicht einsetzen. Wir haben ja Zeit! Allerdings ist das Wetter noch immer nicht so wie ich es gerne hätte, deshalb möchte ich ganz schnell weiter – nach Le Mans. Und das schaffen wir an diesem Tag, auch wenn es bereits anfängt zu dämmern als wir den Stellplatz für die Nacht finden. Ein sehr schlichter Platz und dann ziemlich nah eine Bahn – ohje, werde ich hier ruhig schlafen können? Wir entscheiden uns dazu die Fenster wie gewohnt zu öffnen und ich höre in der Nacht keinen einzigen Zug. Vermutlich fahren die wirklich nur tagsüber.
Da wir so spät angekommen sind, wollen wir zwei Nächte hier verbringen. Am nächsten Morgen also ganz langsam starten und ich vertreibe mir die Zeit mit Reiseberichten anderer ‚Weltenbummler‘. Dann fahren wir aber doch noch mit den Rädern zum ‚Auchan‘ etwas einkaufen. Der Weg ist teilweise wunderschön am Wasser gelegen, teilweise geht es aber auch entlang einer großen Straße.
Zurück am Auto muss ich mal etwas Ordnung ins System bringen. Einige Dinge sind nicht an der passenden Stelle, denn oben kann es sehr warm werden im Auto. Ich bin mit der neuen Sortierung sehr zufrieden und mache ‚Feierabend‘. Ja gut, etwas schreibe ich an dem Reisebericht weiter – aber jetzt ist dann wirklich Feierabend. Morgen fahren wir nach Le Mans rein und ich freue mich schon auf einen Markt!

Der Markt… ein kleiner aber feiner Markt am Fuße der Kathedrale. Da wir sehr früh (für unsere derzeitigen Verhältnisse) aufgebrochen sind, gibt es erstmal ein Croissant zum Kaffee, den wir uns noch gemacht und mitgenommen hatten.

Anschließend schauen wir uns die historische Altstadt an und staunen über moderne Bauteile in alten Gebäuden und über einen Garten hoch über der Stadt, der plötzlich auftaucht aber auch über die vielen Treppen.

Von Le Mans geht es weiter nach Trôo. Von dem Ort hatte ich gelesen, deshalb möchte ich ihn mir ansehen. Ein ‚Ort mit Charakter‘ – so wird er beworben und das stimmt! Aber erstmal einen Platz suchen auf dem wir stehen können! Wir entdecken ein Schild zu einem Stellplatz – aber da steht ein länger unbenutztes Auto… das kann es nicht sein. Wir fahren zur Mairie und dort gibt es öffentliche Toiletten und Pappschilder die hinter das Haus zeigen wo uns neben einem alten ‚Tennisplatz’ eine große Wiese erwartet. Ja! Hier stellen wir uns hin, basteln am Auto und bleiben drei Nächte. Hier finden wir auch reichlich Walnüsse, die eingesammelt werden.

Die alten Höhlen kann man teilweise erkunden – es ist Nebensaison, da ist es sehr ruhig hier. Am ersten Tag ersteigen wir den Berg, werden in eine Höhlenwohnung eingeladen und genießen die entspannte Atmosphäre entlang eines Flusses und ‚über dem Ort‘. Von dort hat man eine tolle Sicht. Der Ort hat, wie viele andere, keine Bäckerei mehr. Wie kommen wir hier an unser Frühstück? An der Mairie steht ein Baguette-Automat… echt jetzt?!? Und er funktioniert nicht einmal (wobei mich das eigentlich nicht wundert) und dann sehe ich „sans mercredi“ – na toll.. heute ist Mittwoch.

Am zweiten Tag also wieder zum Baguette-Automaten, ich will wissen ob das funktioniert. Das ist schon merkwürdig… aber er funktioniert tatsächlich und wir haben ein frisches Baguette zum Frühstück. In diesem Ort stehen viele Schilder, die zeigen wie es früher genau an diesen Stellen ausgesehen hat. Die Maladerie, in der Lepra-Kranke behandelt wurden, ist als Ruine zu betrachten und wird wird abends so schön beleuchtet, dass es schwer fällt das Leiden damit in Verbindung zu setzen.

Am nächsten Tag fahren wir ein Stück, denn hier soll es eine Bio-Bäckerei geben. Wir finden zwar ein Schild, wie erwartet, aber keine Bäckerei. Hinter einer Glastür sehe ich die nötigen Maschinen und heute sollte geöffnet sein – hier ist aber niemand. Entschädigt wurden wir mit Feigen, die wir auf dem Weg fanden – köstlich!
Wir bleiben noch eine Nacht um morgen frisch zu starten.

Der Weg führt über die kleineren Straßen und über Amboise an der Loire. Das Schloss ist ein Touristenmagnet – der Ortskern touristisch geprägt und schon will ich schnell weiter aber nicht ohne ein, zwei Fotos zu schießen.

Der nächste Stopp ist wirklich toll! Ich habe das Cave des Roches ausgesucht und möchte gerne eine Führung mitmachen. WOW was für Gänge – hier wäre ich verloren und würde nicht wieder rausfinden, also schön bei der Gruppe bleiben! Die Führung ist auf französisch und wir erhalten eine Erklärung in deutsch auf Papier. Ich würde gerne mehr verstehen aber ich verstehe nur Bröckchen… Die Arbeiten hier unten, aus dem Stein gehauene Nachbildungen von Ställen, dem Rathausfenster, einem Regenschirm – das ist schon beeindruckend. Und ein Plan der Höhle wurde auch festgehalten. Bei 12 Grad ist es nach einer Stunde dann auch schön die Sonne zu erblicken und wir gehen mit tollen Eindrücken und einigen, hier gezüchteten Pilzen.

An Tours fahren wir vorbei – auf dem Weg nach Angers. Wir suchen in Savonniers den Campingplatz, den ich schon in den 80iger Jahren und mit Dirk und Nina zuletzt 1996 besucht hatte. Es gibt ihn nicht mehr :-/ 
So ändern sich einige Dinge zum Schlechten und andere schöne Dinge entstehen – wie der Stellplatz auf dem wir landen. Denn diese Mikro-Campingplätze gab es damals nicht. Und wie schön es hier zwischen dem Wein und neben der Pferdekoppel ist!

13.10.25 Wir wollen ein Cave de Vins besuchen! Das war auch wieder ganz schön abenteuerlich. Auf sehr kleinen, engen Straßen fahren wir lange durch die Weingegend, die dann auf einmal für andere Anbauten genutzt wird. Auch durch Wälder fahren wir und ich denke so – wenn wir zu einem Weinkeller fahren, dann muss auch Wein angebaut werden. Der Weg ist länger als gedacht und da taucht auch der Wein wieder auf. Ohne die Adresse, die wir beim Mikro-Camping bekommen hatten,  würden wir diese Weinkellerei niemals entdecken. Auf dem Hof steht ein Auto – es sieht aus wie ‚Privatgelände‘ aber einen Hinweis auf den Winzer haben wir am Hoftor gefunden. Und als ich mich fragte, wo denn hier der Verkauf stattfindet, Kommt der Winzer über den Hof und betritt eine unscheinbare Tür – das Büro. Ich versuche mich also wieder mit meinen drei Brocken Französisch und der Winzer nimmt uns mit in seinen Weinkeller. Da blubbert es vor sich hin – die Gase entweichen aus den Behältern.

Wir probieren einen Rosé und der ist echt trocken! Der Winzer merkt uns an, dass das nicht 100% das ist was wir gesucht haben. „Sie haben einen Rosé d’Anjou gesucht?“ Gut, dass ich das jetzt auch weiß 😉
Trotzdem nehmen wir 3 Flaschen mit. Sehr trockener Rosé ist eben auch köstlich!
Wir beschließen weiter nach Angers zu fahren obwohl es schon relativ spät ist. Ich möchte in einen Stoffladen. Und dann hatte ich bereits am Morgen den nächsten Mikro-Camping gebucht, war ja toll die letzte Nacht.

Leider waren das zwei weniger gute Entscheidungen. Der Stoffladen hatte nicht das Gesuchte und es war vor allem nicht so leicht dorthin zu kommen. Und der Mikro-Camping auf dem wir gelandet sind, ist eine Parkbucht – ja, an der Loire und mit tollem Blick aber total überteuert für das was hier geboten wird! Außerdem wollte die Betreiberin wissen wann wir ankommen und das macht doch schon wieder Stress. Wir sind hier gelandet, weil es kurz vor Chalonnes-sur-Loire liegt und wir wollen morgen auf den Markt.

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Frankreich I

Naja aber unser Zug ging dann ‚schon‘ um 03:15 Uhr. Also sehr wenig Schlaf, rauf auf den Zug und um 04:45 (wegen der Zeitverschiebung) in Frankreich ankommen.

Zu dieser Zeit ist es allerdings doch noch sehr dunkel…. und der Campingplatz, den wir ausgesucht hatten, lag an einem Hang in völliger Dunkelheit – keine ebene Stelle zu sehen, auf der wir nochmal die Augen hätten zumachen können. Also weiterfahren… endlich finden wir einen Campingplatz, der natürlich noch nicht geöffnet hat und wir stellen uns auf einen grünen Streifen davor um zu schlafen. Um 11:30 werden wir wach und wollen hier aber nicht bleiben, also fahren wir weiter. Die Gegend ist so schön und anders als in England. Breite Straßen, oft ohne Kurven oder Kreisverkehr. Aber die kurze Nacht macht sich bemerkbar und die Lust aufs Fahren schwindet. Endlich finden wir einen Campingplatz mit Dusche ‚Du Château’ auf dem wir bleiben wollen – und müssen, denn ich habe Kopfschmerzen und die werden stärker und mit Übelkeit begleitet .. nichts geht mehr. Immerhin lässt es das Wetter zu, dass ich noch etwas vor dem Auto sitzen kann.
Die Zwangspause dauert 3 Tage; am zweiten Tag machen wir eine ganz kleine Tour zum Château. Auf dem Weg ‚treffen wir plötzlich zwei Esel (von denen sich nur einer fotografieren lassen wollte). Am Schloß ein wunderschöner Garten, den wir durchstreifen um dann wieder zum Campingplatz zurückzukehren – ich kenne das schon, die Kräfte kommen nur langsam wieder aber der Ausflug war gut und die Nacht wieder erholsam.

Dann geht es weiter nach Merlimont. Dort habe ich einen Baumarkt recherchiert, der evtl. Ersatzteile für unsere Gardinen hat. Sowohl hinter den Fahrersitzen als auch am ‚Schlafzimmer‘ haben wir Gardinen und ein Haken wurde bereits abgerissen. Diese finden wir hier nicht aber Baumaterial um den Bereich unter der Bank besser zu gestalten und ein paar andere Dinge. Am Abend stehen wir auf einem Stellplatz auf dem wir eine Bastelstunde einlegen. Das neue ‚Podest‘ bietet gute Stau- und Sortiermöglichkeit. Da es sehr stürmisch ist, haben wir das Beste aus dem Abend gemacht. Die Nacht wird sehr ungemütlich, weil der Sturm das Auto rüttelt und wir nicht mal den Maxxfan aufmachen können. Normalerweise haben wir zudem das Fenster im Bad offen – da ist gar nicht dran zu denken. Deshalb können wir beide nicht gut schlafen.
Dann geht es weiter nach Rouen. Wir wollen den geklauten Bip&Go Badge ersetzen. Mal sehen ob uns das gelingt, obwohl diese Badges üblicherweise per Post versendet werden. Wir wollen den Badge für die Rückfahrt haben, denn wenn wir im Februar auf dem Rückweg sind, könnte es sein, dass wir schnell und sicher auf der Autobahn unterwegs sein wollen und nicht wie jetzt, kurze Strecken fahren und langsam vorankommen wollen. Mit dem Badge wird die Maut dann automatisch bezahlt und wir müssen nicht überall anhalten.

Unser Vorhaben verschiebt sich durch die genannten Öffnungszeiten auf Montag, so dass wir einen Platz für zwei Nächte suchen. Darüber bin ich ganz froh, weil wir auf diese Weise die Berichte schreiben können und wieder etwas ‚up-to-date’ sind.

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Wallingford – Winchelsea Beach – Folkestone

Also Wallingford, Nettlebed und Henley on Themes – auf der Suche nach Barneby und Agatha Christie.

Mehr oder weniger schöne Orte und ein wenig ‚fühlen‘ wir die Serie – und Agatha Christie ‚treffe ich auch‘. Insgesamt finde ich aber, dass die Fußgänger deutlich zu wenig Platz haben, Fahrräder so gut wie gar keinen Platz und die Autos zu schnell und zu hastig unterwegs sind.

Aufgrund des wechselhaften, eher kühlen Wetters entscheiden wir uns nicht weiter in den Norden sondern Richtung Folkestone zum LeShuttle und nach Frankreich weiter zu fahren. Wir suchen uns einen Platz und das dauert wieder einige Zeit, da viele Campingplätze bereits in die Winterpause gehen und andere viel Geld für wenig Leistung haben wollen. Schließlich buchen wir einen Platz auf ‚Schotlands House Campsite‘. Die Buchung ist mal wieder irreführend: Es gibt Stellplätze die sich Green Pitch nennen und zwar für 16,50 und für 23,00 – wieso der Unterschied? Ich buche also einen für 16,50 auf der nächsten Seite steht dann „NO MOTORHOMES“ – aber wieso steht das nicht auf der Buchungsseite? Egal, es ist spät und dunkel und ich möchte schlafen. Bezahlt wird auch gleich online, wer weiß ob wir überhaupt jemanden antreffen. Und es ist stockdunkel als wir ankommen. Dirk leuchtet mit einer Taschenlampe das Feld aus und findet den zugeordneten ‚Pitch 6‘.
Um 4:00 Uhr kann ich nicht mehr schlafen. Das passiert öfter mal aber nun denke ich ständig, dass ich keine Lust auf Auseinandersetzung oder Erklärungsversuche habe. Um 6:00 Uhr machen wir uns startklar und verlassen diesen Ort wieder. Da wir nicht gefrühstückt haben kehren wir ein in Dorking. 

Der Farm Shop auf dem Weg ist nun wieder etwas ganz anderes – ein Biobetrieb mit Aktivitäten für Kinder, wie es scheint, ziemlich viele Kürbisse, ein kleiner Shop mit allem was hier erzeugt wird und ein kleines ‚Café‘ aber eher ein Schuppen mit Sitzgelegenheiten an der frischen Luft. Wir kaufen ein Brot und versuchen die Pfandflasche hier zu lassen, die wir beim letzten Farm Shop gekauft hatten. Zunächst will die Verkäuferin diese nicht annehmen — sie haben nämlich selber welche mit ihrem Emblem… als ich aber sagte, wir würden England jetzt wieder verlassen, durften wir sie dort lassen – ohne Pfand zu erhalten – das ist in Ordnung, es ging auch eher darum die Flasche nicht wegwerfen zu müssen.

Am Meer in Winchelsea Beach gönnen wir uns ein Stück Kuchen. Diese ‚Flappjack‘ gibt es hier überall – den müssen wir mal testen. Meiner war mit Nüssen so derartig schwer, dass ich ihn nicht aufessen konnte. Der andere überzogen mit weißer Schokolade, also Kalorienbewusst ist was anderes… wir genießen die leichte Bewölkung und den Kiesstrand, das Meer ist wirklich ziemlich ruhig heute und fahren weiter nach Hythe. Das kennen wir von der Herfahrt bereits. Hier am Strand können wir mit dem Auto ab 18:00 Uhr kostenlos stehen. Wir haben den LeShuttle für die Nacht gebucht, denn zwischen 00.00 Uhr und 05.00 Uhr fährt man etwas günstiger. Am Abend wollen wir uns ein letztes Mal Fish & Chips holen und dann nach Folkestone zum Zug und schon mal einchecken – wie wir es auf der Herfahrt auch gemacht hatten. Der Bereich nach dem Check-in ist gut abgesichert, ziemlich ruhig und geeignet für eine halbe Nacht.

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Barnstaple, Bridgewater, Bath, Stroud & Oxford

Am 24.09. finden wir in Barnstaple eine kleine Markthalle, ansonsten ist der Ort nicht sehr interessant. Wir fahren weiter in die Grafschaft Somerset. In Carhampton wollen wir einen Campingplatz am Meer (Blue Anchor) aufsuchen und finden den auch aber der Weg, der uns das Navi empfiehlt ist verschlossen durch ein weißes Tor. Auf einem Umweg über einen riesigen ‚Caravan-Platz’ kommen wir doch zum Campingplatz. Caravan werden hier die mobilen Häuser auf Rädern genannt. Die werden aber seltenst bewegt und stehen oft auf Steinen oder Stahlbalken.
Leider ist das Meer hinter einer Mauer und einer Straße, so dass wir es nicht vom Platz aus sehen können. Die Rezeption ist nicht besetzt, wir suchen uns also einen schönen Platz an dem wir das Meer zumindest hören können. Das Wetter ist auch eher mittelmäßig, so dass ein kurzer Weg und das Telefonieren mit Paula, Anton und Bene am Meer schon wieder ausreicht.

Dann laufen wir zum Restaurant und erkundigen uns wann die Rezeption offen ist oder wie wir jemanden erreichen können. Der junge Mann aus dem Restaurant kann nicht weiterhelfen und zieht seine Kollegin hinzu, die schaut nach – aber die Rezeption ist wirklich nicht besetzt, was sie auch nicht versteht. Dann telefoniert sie und teilt uns mit, dass der Betreiber bald kommen würde. Da wir sowieso im Restaurant etwas essen wollen, warten wir dort. Wir teilen mit, dass wir auf Pitch 13 stehen würden und fragen ob wir dort bleiben können. Der ist aber leider reserviert und wir sollen auf  Pitch 72 oder 73 wechseln. 73 ist bereits belegt also Pitch 72 – der gefällt uns aber nicht sehr gut und deswegen werden wir nicht zwei Nächte hier bleiben. Als wir den riesigen Campingbereich am nächsten Tag wieder verlassen wollen, stehen wir wieder vor diesem weißen Tor. Aber nicht alleine – sondern in einer Autoschlange und es ist hell. Deswegen sehen wir nun auch, dass dieses Tor der Bahnübergang einer historischen Bahn ist. 

Auf dem Weg nach Bath sieht Dirk ein ‚Organic Garden‘, den wir uns ansehen wollen – wie schön das schon wieder alles ist! Und ein Café gibt es auch – perfekt! Und dann finden wir, gar nicht weit entfernt, noch einen New Manor Farm Shop. WOW! Ich würde, wenn ich könnte aber wir haben keinen Platz im Auto …

In Bath wollen wir als erstes zu einem Waschsalon. Da gibt es einen am Rande der Stadt und in der Nähe auch einen Parkplatz – das sind doch gute Aussichten. Nachdem wir die Waschmaschine befüllt haben, überbrücken wir die Stunde und schlendern durch die Straßen.

Allerdings ist es schon etwas später und so sieht die Umgebung etwas triest aus, es sind wenig Menschen auf den Straßen und Geschäfte haben nur vereinzelt geöffnet. Die Wäsche wird noch getrocknet und dann finden wir für die Nacht einen Stellplatz, der mit einem Eingangstor gesichert ist. Um auf den Platz zu gelangen muss der Betreiber angerufen werden, dann öffnet sich das Tor automatisch. Für die Nacht bezahlen wir – bis zum nächsten Tag um 11:00 Uhr. Wir erhalten eine Pin und eine Anleitung wie wir das Tor öffnen können, falls wir nochmal raus wollen und auch wenn wir weiterfahren wollen benötigen wir den Pin zum Öffnen des Tores. Ich schlafe schlecht und am nächsten Morgen entscheiden wir, nicht nochmal nach Bath reinzugehen sondern weiterzufahren. Aber wir sind morgens nicht so schnell und als wir um 11:02 Uhr das Tor mit der Pin öffnen wollen, tut sich gar nichts. Also Betreiber anrufen und um Öffnung des Tores bitten – wie von Geisterhand öffnet sich das Tor. Kein Wunder, dass ich da nicht gut schlafen kann und eine gute Entscheidung weiter zu fahren. Wir wollen auch lieber Gemütlichkeit, Gelassenheit und kleine Orte sehen. 

Stroud – hier in der Nähe hat Nina einige Monate im Camphill verbracht, eine Einrichtung mit einem anthroposophischen Ansatz, in der behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen wohnen und arbeiten. In Stroud hat sie uns Cafés genannt, die sie gern mochte – na klar will ich die sehen! Und was für ein feiner, kleiner Ort.

Ein Straßenmusiker mit Klarinette sorgt für entspannte Atmosphäre, wir finden einen kleinen, sehr feinen Markt und kaufen selbstgemachte Marmelade. Auch die genannten Cafés finden wir und senden ‚Beweismaterial‘. In einem der Cafés lassen wir uns ein Stück Kuchen schmecken und laufen noch etwas durch die Straßen und dann zurück zum Auto. 

Bei den relativ niedrigen Temperaturen und dem unsteten Wetter steigt die Sehnsucht auf den Süden Europas und auch etwas die Sorge, dem Wetter ‚nachzureisen‘. Schließlich ist es im Norden Frankreichs auch bald herbstlich…. ich möchte aber auf jeden Fall nach Wallingford – dort hat Agatha Christie gelebt und es wurden teile der Serie ‚Barnaby‘ gedreht und nach Oxford, denn dort wird Paula nächstes Jahr eine Woche verbringen. 
Auch wenn es Großstadt bedeutet – mal sehen wie wir uns zurechtfinden.

20 km entfernt von Oxford finden wir einen wunderbaren Platz an der Themse bei Charles. Ich rufe den Betreiber an und frage nach einem Platz. Gar kein Problem, auf dem ‚Cricket-Field’ ist Platz, du musst da und da entlang und dann links – etwas schwer zu finden… erklärt Charles. Den ‚Eingang‘ zu diesem Gelände verpassen wir dann auch zweimal und sind schon etwas genervt aber dann stehen wir vor dem Tor und Charles kommt. 15 GBP, ist das in Ordnung? Ja klar! Und weil wir nicht sicher sind ob wir ein oder zwei Nächte bleiben wollen schenkt Charles uns die zweite Nacht! Auch wieder so ein Ort ‚ohne alles‘ aber mit viel Natur und Ruhe.

Wir entscheiden uns zwei Nächte dort zu bleiben um den Ausflug nach Oxford ganz in Ruhe zu gestalten. Am nächsten Morgen machen wir uns auf zu einem der P&R Plätze und verstehen die Parkregel nicht so richtig. Hier bezahlen und dann musst du auch nicht zum Auto zurück – zeig dein Billet und … keine Ahnung. Also erstmal bezahlen, dann zum Bus-Terminal. Dort steht ein Automat: Parken und Bus in die Innenstadt – ein Preis… super! Dann haben wir mal wieder doppelt bezahlt… aber der ‚Verlust‘ hält sich in Grenzen. 5 GBP für 2 Personen hin und zurück – das ist günstig.
In Oxford wollen wir den Covered Market sehen und die Haupteinkaufsstraße.

Auf dem Weg in die Stadt mit dem Bus sehen wir viele junge Menschen in Talaren, teils mit Blumensträußen, einige begleitet von Freunden oder Familie alle sehr festlich gekleidet und ich frage mich: gibt es hier eine offizielle AbsolventInnenfeier? Und das am 27.09. und für wen ist die?

Also mal nachgesehen und tatsächlich, alle AbsolventInnen erhalten in einer offiziellen Feier ihr Zertifikat, das sie teilweise auch stolz bei sich tragen, wie wir sehen. Sie unterscheiden sich in der Kleidung lediglich darin an welchem College sie studiert haben. Eine Kleiderordnung bezieht sich nicht nur auf die ‚Toga‘ (den Talar) sondern auch auf das was darunter getragen wird. Unweit der Oxford University haben wir ein Geschäft gesehen, in dem die Kleidung verkauft wird. Das wollte ich mir mal näher ansehen. Als wir das Geschäft betreten kommt direkt ein sehr akkurat gekleideter Herr auf uns zu und will ‚helfen‘. Ähm… wir wollen uns nur mal umsehen – und das dürfen wir, ich fühle mich aber schnell nicht sehr wohl in dem Geschäft – also schnell wieder raus. Was wir aber gesehen haben: Die ‚Togas‘ mit unterschiedlichen Emblemen nebeneinander liegend. So ziemlich das erste was ich sah als wir das Geschäft betraten. Und die AbsolventInnen prägen den ganzen Tag das Straßenbild. Überall sind sie zu sehen, auf dem Weg irgendwohin und in den Bars und Cafés.

Bevor wir zum Covered Market gehen, möchte ich noch zum Gloucester Green Outdoor Market – schließlich regnet es gerade nicht. Was für ein schöner Ort! Vor allem gefällt mir der Teil in dem gekocht, gebruzzelt und gegrillt wird. Und was essen wir? Bei einem Libanesischen Stand stellen wir uns etwas zusammen mit Lamm und Falafel. Sehr lecker! So gestärkt geht es zum Covered Market… aber halt, da ist so ein kleines, familiengeführtes Café – das lassen wir natürlich nicht ‚links liegen‘. So jetzt aber… der Covered Market – ja, der hat wirklich so ziemlich alles was das Herz begehrt, ist sehr bunt, ziemlich voll und abwechslungsreich.

Zudem wussten wir manchmal nicht wo wir sind und ob wir diesen Gang schon gegangen waren… wir schlendern anschließend noch etwas durch die Straßen aber ich möchte gerne wieder zum Auto. Also zurück mit dem Bus zum Parkplatz – sehr unkompliziert.

Eine weitere ruhige und dunkle Nacht an diesem schönen Ort an der Themse und ein schöner Morgen. Allerdings hat es in der Nacht geregnet – die Wiese ist sehr nass und kühl ist es auch.

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Cornwall III – Tintagel

Nachdem wir von St. Ives losgefahren waren, hieß unser nächster Stopp für die Nacht Wadebridge. Am 23.09. eine Nacht bei Yvette auf einem privaten Hof. Hier konnten wir günstig stehen und hatten sogar eine Dusche, welch Komfort. Am folgenden Morgen nehmen wir uns also die Zeit für eine Dusche und lassen die Handtücher im Wind trocknen. Das Auto benötigt etwas ‚Sortierung‘ und ich möchte den Maxxfan säubern. Den hatten wir, wie viele andere Dinge, nach Empfehlungen aus der Community eingebaut. Er versorgt uns nachts mit Frischluft, ohne Befürchtung, dass Wasser ins Auto eindringen kann. Sogar auf der Fahrt darf der offen stehen und so wird das ‚Schlafzimmer‘ immer gut belüftet. Wir starten also erst gegen Mittag um unser nächstes Ziel anzupeilen: Tintagel Castle. 

Auch ein Ort der in Reiseberichten erwähnt wird, also mal schauen was uns dort erwartet. Geschichte war nie mein ‚Spezialgebiet‘ aber auf diese Weise erlaufen wir uns ein Stück davon. In Tintagel erwartet uns die Ruine einer Festung. Das ist wirklich eindrucksvoll und nach meinem Geschmack. Der Weg dorthin ist sehr mühsam zunächst steil bergab, dann wieder viele Stufen hinauf – für die Touristen wurde eine Brücke aus Holz erbaut – später kam noch eine ziemlich hohe Stahlbrücke hinzu. Deshalb ist dieses Stück des Weges auch leichter. Und dann die Grundmauern der Festung oder der Gebäude. Und die Umrisse eines Gartens. Hier endlich die in einem Videocall angekündigte Sage um King Mark, Tristan und Isolde für Paula und ich hoffe es ist zu entziffern.

In diesem kleinen Ort gibt es einen Wohnmobilstellplatz auf dem wir die Nacht verbringen. Am nächsten Morgen geht es weiter und wir verlassen Cornwall.

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Cornwall II

Auf der Karte haben wir einen Stellplatz des National Trust gefunden – dort wollen wir in Lizard, dem südlichsten Punkt Englands, am Leuchtturm die Nacht verbringen. Der Weg dorthin ist wieder eine Herausforderung. Nicht nur, dass die Schafe ihre Weide verlassen haben und nicht genau wissen wie sie zurück kommen, die Straße ist wieder so eng, dass ich befürchte uns könnte ein Auto entgegenkommen. Eine Ausweichbucht habe ich nicht entdecken können weil es bereits ziemlich dunkel war.

Aufwachen am Leuchtturm – die Sonne geht gerade auf und endlich blauer Himmel!

Nach einem Café an diesem wunderbaren Ort führt uns unsere Reiseroute nun nach
St. Ives Porthleven!!! Mist, wir schreiben nicht zeitnah – das sollten wir ändern.

Also Porthleven. Auch so ein Ort der in den Reiseführern erwähnt wird. Wir schauen uns also den Hafen an und ja, das sieht nett aus. Ein paar Buden mit Getränken und netter Musik säumen den Hafenbereich direkt am Wasser und es sieht aus als wäre hier manchmal richtig was los. Heute ist es aber eher ruhig und wir sehen nicht sehr viele Touristen. Vor allem das sehr klare Wasser im Hafenbecken fällt uns auf. Dort schwimmen zwei Frauen – mutig! Das wäre mir zu kalt! Besonders lustig wird es, als eine Gruppe mit SUP ins Hafenbecken gehen. Sie haben anscheinend noch keine großartigen Erfahrungen und dann kommen leichte Wellen und der Wind – das bringt die Gruppe ganz schön ins ‚Strudeln‘. Aber was für ein Spaß sie dabei haben. Das Gelächter hören wir noch als wir den Hafen wieder verlassen und in den kleinen Lädchen stöbern.

Wir verabschieden uns von diesem Ort und sehen auf dem Weg ein Schild – eine Schokoladenfabrik? Da müssen wir hin und nachsehen! Ein interessanter kleiner Ort erwartet uns, an dem nicht nur Schokolade produziert und verkauft, sondern auch andere Kunstwerke und Nippes verkauft wird. Außerdem ein Café – und das alles mit gesalzenen Preisen.

Auf der Rückseite entdecken wir noch einen ‚Public Footpath‘ und wollen auch hier sehen, wo der hinführt. Ein kleines Stück den Weg entlang folgt eine Tür mit ‚Kindersicherung‘. Dahinter eine Wiese für Hunde. Hier darf gespielt werden… man möchte meinen, dass die Engländer ihre Hunde den Kindern bevorzugen (naja das ist nicht nur in England so), denn es gibt überall Orte an denen Hunde frei laufen dürfen. Sogar eine Karte von Cornwall gibt es auf der eingezeichnet ist, an welchen Stränden Hunde ganzjährig, saisonal oder gar nicht frei laufen dürfen. Und die meisten Strände sind ‚grün‘ für Hunde. Wir haben aber auch noch keinen Auseinandersetzungen von Hunden erlebt – die sind sehr gut sozialisiert….

Dann ein paar Schritte Weiter diese netten Lamas. Ach da ist nur eins zu sehen – es waren vier auf der Wiesen Ein schöner, kleiner Spaziergang!
Wir fahren weiter…

Am nächsten Tag geht es dann doch nach St. Ives – ja, da bin ich sicher 🙂
Erstmal suchen wir uns einen Platz für die Nacht. Das gestaltet sich mal wieder etwas schwierig, denn der ‚ausgesuchte‘ Platz ist voll aber der nette Betreiber ruft sogleich einen Bekannten an und fragt ob der noch Platz und vor allem geöffnet hat. Denn inzwischen sind viele Plätze bereits ‚winterfest‘ gemacht.
Bei Garry‘s Farm finden wir einen Platz auf der Wiese und ich befürchte etwas, dass wir Probleme beim Wegfahren bekommen könnten. Deshalb stellen wir uns an den Hang, die Auffahrkeile unter die Vorderräder und können so sicher sein, dass wir mit dem Schwung vom Hang nicht stecken bleiben.

St. Ives steht, glaube ich, in jedem Reiseführer als ‚ein Juwel‘, das es zu besichtigen gilt. Es steht allerdings oft auch dabei, dass der Ort überlaufen sei. Und das bestätigt sich sofort.
An den anderen Orten haben wir teils sehr wenig Touristen gesehen. Hier ist es wirklich voll und man hat Mühe sich einen Weg durch die engen Gassen der Fußgängerzone zu bahnen.

Auf dem Weg zum Meer kommen wir an einer Bäckerei vorbei, die so klein ist, dass man auf der einen Seite herein geht, etwas kauft und auf der anderen Seite wieder hinaus geht. Wir kaufen uns einen ‚Gruffin’ – was soll das sein? Es ist ein Blätterteig-Teil und es scheint Marmelade darin zu sein… und Pudding … das müssen wir probieren. Und einer reicht vollkommen für uns beide. Wir essen uns durch Blätterteig, Marmelade und Pudding ‚in Schichten’ und sind vollkommen satt!

Am Meer angekommen dünnt es sich dann am Strand stark aus. Die Touristen laufen lieber auf den Straßen, gehen in die Cafés oder Pubs. Weil gerade Ebbe ist, können wir ziemlich weit ins Meer laufen und genießen die Athmosphäre.

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Cornwall I

Erster Halt in Cornwall ist Bodmin, nachdem wir wieder einen Nationalpark durchfuhren und Rinder und Schafe die Straße querten. Die Stellplätze für die Nächte suchen wir über Apps. Manchmal haben wir damit Glück aber die Plätze sind teilweise recht teuer für das was geboten wird. So auch dieser Platz, an dem wir kein warmes Wasser bekommen. Hier halten wir uns nicht lange auf und fahren weiter nach Par. Auf einem Campingplatz mit schönem Ausblick bekommen wir leider keinen Platz, denn wir können nicht bar bezahlen.
Das ist eigentlich merkwürdig. Seit dem ersten Tag in England dachte ich, wir müssten mal Geld wechseln. Dann konnten wir aber alles mögliche, bis zur Postkarte mit Kreditkarte bezahlen und nun das… also zum Stellplatz ‚Crinnis‘. Anscheinend wird der Stellplatz von einer Crew betrieben, denn wir finden drei Namen, davon zwei verdeckt und einer offen – mit Telefonnummer.
Das finden wir öfter: eine Rezeption ist selten besetzt, sondern der Platz wird über eine Webseite, per Mail oder per Telefon gebucht. in diesem Fall kommt der Betreiber mit dem Fahrrad und teilt uns einen Platz zu. Auch nicht wirklich schön dieser Platz aber es gibt gute Waschgelegenheiten und heißes Wasser! Wir entscheiden uns zwei Nächte hier zu bleiben. Eigentlich wollte ich hier schon weiterschreiben aber erstmal was essen und ausruhen und dann ins Bett! Am nächsten Tag machen wir einen Spaziergang zum Strand. Der führt uns über einen Golfplatz und dann Hügel rauf und Hügel runter und wieder rauf…

4,5 Kilometer laufen wir zum Charlestown Habour. Ein schöner sehr alter Hafen. OK, der VW-Bus hat mit dem Hafen nichts zu tun – ist aber schön, oder? Auf dem Weg finden wir im TenTen einen guten Café und entscheiden uns noch ein kleines Stück weiter zu laufen um noch etwas einzukaufen. Den ‚Rest‘ können wir auch zu Fuß zurück, oder? Am liebsten hätten wir nun doch den Bus genommen. Aber auch der wird online gebucht und dann haben wir nicht auf die Straße gesehen, geschweige denn die Hand rausgehalten und der Bus ist an uns vorbei gerast. Wow der hatte echt speed drauf. Na gut – also laufen. Und das wird dann wirklich immer schwerer. Am Ende sind es 9,5 Kilometer die wir zurück gelegt haben. Das Auf und Ab macht es nicht leichter und wir sind einfach noch nicht so gut in Form. Übrigens war es wenigstens trocken bei dieser Unternehmung.

Am nächsten Tag steht das Eden Projekt auf unserem Plan. Das es wieder regnen soll kümmert uns weniger – wir wollen die ‚Biome‘ besichtigen da drinnen ist es vermutlich sogar warm. Den Eintritt zahlt man gleich für ein ganzes Jahr. Na toll! Aber es war ein Toller Besuch!

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Die Fahrt nach Cornwall

14.09. Wir machen uns auf den Weg nach Hastings.

Dass die Kleinststraßen nur Zufahrt zu unserem Campingplatz sind, war ein Irrtum. Es wechseln sich diese kleinen Straßen mit größeren Straßen ab, die dann ständig durch Kreisverkehre unterbrochen werden. Die Engländer fahren, wenn sie nicht die erste Ausfahrt nehmen wollen im inneren des Kreisverkehrs um dann die Spur zu wechseln und den Kreisverkehr zu verlassen. Das verlangt höchste Konzentration. Und diese Kreisel gibt es dann teils im Abstand von 1 bis 2 Kilometern… bis es nervt und ich gerne wieder kleinste Straßen fahren möchte, die aber dann mit gerade mal 50 km/h – es könnte ja jemand entgegenkommen, dann muss eine Bucht zum ausweichen gefunden werden. Hinzu kommen die Berge und Täler. Auch das beim Fahren herausfordernd und gleichzeitig wunderschön! Die Abwechslung hilft. Immer wenn eine Straßenführung nervt, kommt die andere. Oder mal eine ‚Autobahn‘ – auf der die Engländer aber auch gerne plötzlich mal abbiegen… also nicht runterfahren, sondern rechts abbiegen. In Hastings angekommen suchen wir uns einen Parkplatz. Das ist gar nicht so einfach, denn die meisten Straßen haben (wie bei uns) Anwohnerparkplätze. Bei einem Supermarkt lassen wir das Auto stehen und laufen zum Hafen. Dort essen wir im ‚Blue Dolphin‘ Fish & Chips. Eine sehr einfache ‚Bude‘ und sehr nette Betreiber. Ich hatte schon Erfahrung mit Möwen in Deutschland, deshalb aßen wir in dieser Imbissbude.

Anschließend liefen wir durch die Straßen des alten Teils von Hastings, vorbei an dem ‚West Hill Lift‘ zurück zum Auto.

Kurz Milch und Brot kaufen und weiter zum Stellplatz auf einen Bauernhof. Auch hier sehr ein sehr netter Betreiber. Leider lässt das Wetter zu wünschen übrig und wir haben deshalb keine große Lust zu bleiben sondern fahren weiter nach Arundel. Wir wollen das Castle bzw. den Garten des Castels besichtigen. Das hat aber geschlossen, weshalb wir uns einen Platz  suchen um am nächsten Tag Arundel zu besichtigen. Wir landen auf einem Stellplatz, der gar nicht so weit vom Littlehampton Pier entfernt ist, dachte ich… der Spaziergang bei ziemlich viel Wind war dann doch etwas länger aber wir haben ja Zeit. 

Am nächsten Morgen also wieder nach Arundel und diesmal in den Garten. Oh wie hübsch das alles ist! Ich bin ganz entzückt und finde auch ein paar Samen – die werden die Reise schon überleben. Anschließend gehen wir noch in das kleine Örtchen und trinken einen Kaffee im Familiengeführten Bistro. Auf dem Weg zum Auto komme ich doch nicht an einer Bäckerei vorbei – ein Brownie und ein Scones mit Rosinen müssen mit.

Mal sehen wo wir die nächste Nacht verbringen. Eine Idee ist an einem Pub zu stehen. Dafür fahren wir ins ‚Nomansland‘. Ups… wir fahren über Gitter… und dann läuft neben uns ein Pferd und Kühe auf der Straße – auch ein paar Esel und Schafe treffen wir noch. An dem Pub möchte ich dann doch nicht übernachten, weil ich weder etwas essen noch trinken möchte. Und das ist oft üblich: wenn du hier stehen willst, kehrst du ein und zahlst oft noch etwas drauf. Also fahren wir weiter und landen bei einem Pub, der nicht geöffnet hat. Das gefällt mir schon besser. Am nächsten Tag geht es weiter nach Stonehenge.

Wir haben mittlerweile den 17.09. das Wetter ist immer noch nicht viel besser aber wir sehen etwas und lassen uns beim Spaziergang um die Steinformation über den Audio-Guide etwas erzählen. Bei viel Wind und etwas Regen gehen wir den Weg zu Fuß zu den Steinen, lassen uns dann aber mit dem Bus zum Besucherzentrum zurückfahren.

Anschließend gibt es einen Café und eine Stärkung in Form von Haferkeksen – Dankeschön!

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